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Handlungsfelder im Unternehmen |
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| Organisation |
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| Von Jutta Rump |
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| Die zunehmende Veränderungsgeschwindigkeit, der technische Forschritt vor allem in der Informations- und Kommunikationstechnologie sowie der allgemeine Bedeutungszuwachs von Wissen nehmen einen wesentlichen Einfluss auf die Gestaltung der Organisation. |
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Veränderungen erfordern eine Flexibilisierung des Arbeitsfeldes und der Arbeitsgestaltung, die mehrere Dimensionen aufweist: den Arbeitsinhalt, die Arbeitszeit, den Arbeitsort, die Arbeitsbeziehungen, die Nutzung von Instrumenten und "Arbeitswerkzeugen" und die Arbeitsabläufe. Im Rahmen einer zukunftsorientierten Organisationsgestaltung wird immer wieder auf die osmotische Organisationsstruktur hingewiesen, die eine Kultur der Zusammenarbeit und des Austausches fördert.
Die osmotische Organisationsstruktur
Mitarbeitern und Führungskräften ist es in solch einer osmotischen Struktur möglich, über die Grenzen des eigenen Fachgebietes und der Abteilung hinaus tätig zu werden, wenn es im Interesse des Kunden und des Unternehmens als notwendig angesehen wird. Die informelle Struktur wird deshalb als ebenso wichtig eingestuft wie die formale. Darüber hinaus bestehen hohe Autonomiegrade und große Handlungsspielräume. Die Verantwortung für die Aufgabe und das Ergebnis wird auf den Mitarbeiter übertragen, was eine Verflachung der Hierarchie mit sich bringt. Ob Verantwortung und Befugnisse von den Beschäftigten angenommen werden, hängt entscheidend vom Entwicklungsstand der Unternehmenskultur ab: Mitarbeiter, die Angst haben, wegen Fehlern maßgeregelt zu werden, schöpfen ihren Handlungsspielraum meist nicht aus. Werden hingegen Fehler als Chance zum Lernen und zur gesteuerten Verbesserung sowie als Ergebnis eines Kreativprozesses betrachtet, setzen Mitarbeiter ihr Wissen gerne um und generieren neues Know-how.
Kurze Informations- und Entscheidungswege
Als weiteres Kriterium einer osmotischen Organisation gelten kurze, gut funktionierende Informations- und Entscheidungswege. Diese stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit der Reduktion der Schnittstellen auf das Wesentliche. Das Streben nach Zusammenarbeit und Austausch wird von der osmotischen Organisationsstruktur ebenfalls unterstützt: Es besteht nicht nur die Möglichkeit, sondern sogar die Erfordernis, miteinander zu kommunizieren und zu kooperieren. |
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Generierung und Transfer von Wissen
Die osmotische Organisationsstruktur dient vor allem der Generierung und dem Transfer von Wissen. In Kombination mit der Notwendigkeit, einer steigenden Komplexität zu begegnen, führt dies zu einer weiteren Zunahme von Projekt- und Teamarbeit. Denn die komplexer werdenden Aufgabenstellungen und der hohe Spezialisierungsgrad lassen sich alleine nicht mehr bewältigen. Um in immer kürzer werdenden Zeiträumen neue Produkte und Dienstleistungen auf den Markt zu bringen und Prozesse effektiv und effizient zu gestalten sowie die Ressourcenallokation zu optimieren, bedarf es des zielorientierten Zusammenwirkens aller relevanten Wissensträger. Unter Berücksichtigung des Globalisierungsstrebens wird bei der Gestaltung von Projekt- und Teamarbeit zudem der internationale Aspekt an Bedeutung gewinnen. |
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 |  | Zur Autorin |
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 |  | Dr. Jutta Rump ist Professorin für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Internationales Personalmanagement und Organisationsentwicklung an der Fachhochschule Ludwigshafen am Rhein. Neben ihrer Tätigkeit als Vizepräsidentin der Fachhochschule Ludwigshafen (Bereich Forschung und Technologietransfer) leitet sie das hauseigene Institut für Beschäftigung und Employability und ist Mitglied des Vorstandes des gemeinnützigen Vereins "Wege zur Selbst GmbH". |
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 |  | Eine Forschungseinrichtung der Fachhochschule Ludwigshafen am Rhein |
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