Hier findest du ein praktisches Beispiel:
Yee-Fan, in Hongkong geboren, ist mit ihren Eltern nach Ludwigshafen gezogen und neu in der Klasse 8a. In den Pausen steht sie meistens alleine auf dem Schulhof und findet nicht so richtig Anschluss. Viele Schüler der Klasse 8a wissen nicht, worüber sie mit ihr sprechen sollen, und einige trauen sich auch überhaupt nicht.
Kontakte knüpfen und pflegen
Claudia, die Klassensprecherin, fasst sich ein Herz und spricht sie an. In dem Gespräch stellt sich heraus, dass beide Mädchen viele Gemeinsamkeiten haben, wie zum Beispiel die große Begeisterung für Pferde. Claudia lädt Yee-Fan dazu ein, nachmittags mit ihr zum Reiten zu gehen, wo ihr Yee-Fan mehr über sich erzählt.
Sachverhalte verständlich erklären
Claudia hat erfahren, dass der Vater von Yee-Fan in einer internationalen Firma arbeitet und dies oft mit einem Umzug der Familie in unterschiedliche Länder verbunden ist. So hat Yee-Fan bereits in China, Kanada, Frankreich und Schweden gelebt. Sie spricht sehr gut Deutsch, da ihr Vater Deutscher ist und sie mehrsprachig aufwuchs. Diese Dinge erzählt Claudia am nächsten Tag in der kleinen Pause einigen Mitschülern und macht den Vorschlag, dass sie sich nach der Schule mit Yee-Fan zum Eisessen treffen.
Auf andere Meinungen eingehen
Lukas hat dazu keine Lust, da Yee-Fan ja doch nichts erzählt. Claudia erklärt ihm daraufhin, dass Yee-Fan ihr gestanden hat, dass sie Probleme beim Verstehen des einheimischen Dialektes hat, weshalb sie sich nicht traut, auf die anderen zuzugehen oder selbst ein Gespräch anzufangen.
Gesprächspartner einschätzen und Respekt zeigen
Am Nachmittag in der Eisdiele spricht Lukas Yee-Fan an und gibt sich große Mühe, langsam und deutlich zu sprechen. Daraus ergibt sich ein lustiges Gespräch und am Ende des Nachmittags kann Yee-Fan sogar schon einige Brocken Pfälzisch.