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Studie verdeutlicht Nutzwert eines
Employability-Managements
Eine empirische Studie des Instituts für Beschäftigung und Employability der FH Ludwigshafen hebt klar die Diskrepanz zwischen gewünschten und bei Mitarbeitern tatsächlich vorhandenen Schlüsselkompetenzen hervor.
Das Institut für Beschäftigung und Employability der Fachhochschule Ludwigshafen am Rhein (IBE) führt im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ein Projekt zum Thema Employability-Management durch. Die seit Oktober 2003 laufenden Untersuchungen zielen primär auf die Entwicklung eines praxisorientierten Konzepts zur Forderung und Förderung von Beschäftigungsfähigkeit (Employability) der Mitarbeiter in einem Unternehmen ab. In einem ersten Schritt werden dazu relevante Handlungsfelder identifiziert und Handlungsempfehlungen erarbeitet. Um die in Einzelinterviews zusammengetragenen Ergebnisse zu überprüfen, wurde im Herbst 2004 eine repräsentative Breitenbefragung in kleinen, mittelständischen und großen Unternehmen durchgeführt. 42,3 % der teilnehmenden Unternehmen gehören dem Dienstleistungsbereich an; 33,8% der teilnehmenden Unternehmen beschäftigen weniger als 100 Mitarbeitern, in 59,2% der teilnehmenden Betriebe sind weniger als 500 Mitarbeitern tätig.

Employability ist den meisten ein Begriff

Die empirische Studie stellt klar heraus, dass das Bewusstsein für die Relevanz einer Förderung der Beschäftigungsfähigkeit der eigenen Mitarbeiter in vielen Unternehmen durchaus vorhanden ist. So geben 64,5% der Befragten an, dass ihnen Employability bereits vor der Befragung ein Begriff gewesen ist. Als Beweggründe, sich mit diesem Thema näher auseinander zu setzen, werden unter anderem die Fürsorgepflicht gegenüber den Mitarbeitern, die Tatsache, dass ein Arbeitsplatz auf Lebenszeit nicht mehr garantiert werden kann, und die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit genannt. Auch das Anstreben einer hohen Flexibilität und Veränderungskompetenz der Mitarbeiter spielt eine Rolle.

Überfachliche Kompetenzen sind wünschenswert

90% der Befragten verbinden mit Beschäftigungsfähigkeit ein ganzes Bündel an überfachlichen Kompetenzfeldern. Dazu gehören unternehmerisches Denken und Handeln, Teamfähigkeit, Belastbarkeit, Reflexionsfähigkeit, Initiative, Engagement, Kommunikationsfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Frustrationstoleranz, Eigenverantwortung, Lernbereitschaft, Einfühlungsvermögen, Offenheit und Veränderungsbereitschaft. Allerdings scheinen viele dieser Schlüsselqualifikationen bei den Mitarbeitern in der betrieblichen Praxis noch wenig ausgeprägt zu sein. Lediglich 50% der Befragten erachten die überfachlichen Kompetenzfelder, die Beschäftigungsfähigkeit ausmachen, für mehr oder weniger vorhanden. Im Vergleich: 94,2% der Befragten schätzen die fachliche Qualifikation der Belegschaft allgemein als sehr hoch, hoch oder eher hoch ein.

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